
Ab dem 1. Juli 2009 werden Altenheime und Pflegeheime überprüft, um eventuelle Missstände aufzudecken. Ziel ist die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement in der Pflege.
Bei einer Untersuchung aus dem 2007 wurde festgestellt, dass jeder zehnte Heimbewohner unter Missständen leidet, die nicht unbedingt nach außen hin sichtbar werden. Darunter fallen ein schlechter Ernährungszustand, Verletzungen durch Stürze und das Wundliegen aufgrund mangelnder Umlagerungen und Betreuung. Im Rahmen der Pflegereform aus 2008 werden ab jetzt Prüfer die Heime aufsuchen, um Missstände aufzudecken und durch ein Notensystem die Qualität der Pflege für Ratsuchende deutlich zu machen.
Kritik am Pflege-TÜV ist laut geworden, da das Prüfsystem nicht ausgereift sei. So könne eine schlechte Note z. B. bei der wichtigen Behandlung von Druckgeschwüren durch gute Noten durch Auslegen von Erste-Hilfe-Anleitungen ausgeglichen werden. Die Gewichtung stimme nicht, die Verbraucher würden verwirrt. Außerdem sei der zusätzliche Arbeitsaufwand der Dokumentation für die Heimmitarbeiter sehr hoch.
Für die Pflege- und Altenheime bedeutet der Pflege-TÜV einen wachsenden Konkurrenzdruck, kann aber durch gute Bewertungen auch einen Vorteil bringen.